Ergotherapie für Kinder

Ergotherapie in der Pädiatrie wendet sich an Kinder vom Säuglings- bis ins Jugendalter. Wenn ihre Entwicklung verzögert ist, sie in ihrer Selbständigkeit und Handlungsfähigkeit eingeschränkt bzw. von Behinderung bedroht oder betroffen sind.

Im Gespräch wird zusammen mit den Eltern bzw. mit den Erziehungsberechtigten ermittelt, welche Stärken und Schwächen das Kind hat. Welche Handlungsbedürfnisse sollen verbessert werden und was ist wichtig für die Weiterentwicklung des Kindes?

Ihr Kind und Sie als Eltern stehen im Mittelpunkt der Behandlung. Sie als Experte des Alltagswissens und wir mit unserem Fachwissen ergeben so ein gutes Team. Wenn Sie damit einverstanden sind, werden auch zuständige Bezugspersonen mit ins Boot geholt (Erzieher/innen, Lehrer/innen usw.).

Gemeinsam können wir Ihrem Kind helfen.

 

 

Behandlungsansätze in der Pädiatrie

Übergeordnetes Ziel ist immer größtmögliche Handlungskompetenz und im Zusammenhang damit, die größtmögliche Selbständigkeit des Kindes.

Dazu gehört z.B.

  • Verbesserung der Bewegungsabläufe, der Tonusregulation sowie der Bewegungskoordination
  • Umsetzung und Integration von Sinneswahrnehmungen/sensorische Integration und die Verbesserung der Körperwahrnehmung
  • Entwicklung und Verbesserung von kognitiven Fähigkeiten wie Aufmerksamkeit, Konzentration und Ausdauer
  • Entwicklung und Verbesserung von sozio-emotionaler Kompetenz, u.a. in den Bereichen emotionale Steuerung, Affekte, Motivation oder Kommunikation
  • Integration des Kindes in Familie und Umwelt
  • Verbesserung der graphomotorischen Fähigkeiten
  • Visuelle Verarbeitung nach M. Frostig
    Förderung der visuellen Wahrnehmung

Welche visuelle Wahrnehmungsförderung besteht?

Visuelle Wahrnehmungsdefizite können sich unter anderem in schulischen Unzulänglichkeiten manifestieren. Hierzu gehören zum Beispiel Schwierigkeiten in der Graphomotorik oder in den Lesefähigkeiten. Durch den Frostigs Entwicklungstest der visuellen Wahrnehmung (FEW-2) können die wichtigsten visuellen Wahrnehmungsbereiche mit Altersnormen verglichen werden. Mit verschiedenen Materialen, wie Nikitin oder Pertrasatz können jeweilige Bereiche trainiert werden.

Sensorische Integrationstherapie nach Jean Ayres

Die Aufnahme der Sinnesreize, ihre Weiterleitung im Nervensystem und die Deutung im Gehirn zum Handlungsgebrauch stehen hier im Vordergrund.

Dies ist u.a. die Grundlage von Bewegung, Sprache und Lernen, zum sinnvollen Handeln.

 

 

Verhaltenstherapie (in Anlehnung des IntraActPlus-Konzeptes)

Auffälligkeiten im Verhalten:

  • Eigenregulation des Kindes
  • Familienzentriertes Arbeiten zu Themen wie:
    • Grenzsetzung
    • Einsatz von Lob
    • Verhaltenstrukturierende Maßnahmen
  • Videogestützte Therapie

 

 

Förderung von Konzentration und Aufmerksamkeit